Portrait Foto von Caroline links, rechts Text "Die Frage ist nicht, ob etwas geht, sondern wie." Caroline Teubert, BRAVE-Trainerin aus Schwalmtal

Von der Hilflosigkeit zur Herzensarbeit

Wie Caroline ihren Weg als Hundetrainerin fand

Caroline ist Absolventin unserer Hundetrainer:innen-Ausbildung und arbeitet heute als bedürfnisorientierte Hundetrainerin im Kreis Viersen. In unserem Podcast-Gespräch hat sie mir von ihrem Weg erzählt – und davon, was sie heute in ihrer Arbeit mit Menschen und Hunden antreibt.

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Der Anfang: Zwei Hündinnen, die alles veränderten

Carolines Geschichte beginnt mit Paula – ihrer ersten Hündin, die „nicht funktionierte“, wie Caroline es beschreibt. Paula brachte sie zum Klickertraining und weckte ihr Interesse an Hundeverhalten. So weit, so gut. Doch dann kam Mabel, ein Tierschutzhund aus Rumänien – und stellte alles auf den Kopf.

„Mabel hat irgendwann angefangen, gar nicht mehr zu funktionieren“, erzählt Caroline. „Und ich bin an meine Grenzen gekommen – und über meine Grenzen. Ich war wirklich hilflos.“

Gleichzeitig wurde ein medizinisches Problem bei Mabel festgestellt. Das Training wurde schwieriger. Frustriert und ratlos überlegte Caroline sogar, ob das Klickern vielleicht gar nicht funktioniert.

Kennst Du das? Diesen Moment, in dem Du alles in Frage stellst, weil nichts mehr zu klappen scheint?

Caroline hat sich durchgekämpft. Bis sie auf unsere Ausbildung stieß.

Der Wendepunkt: Eine neue Perspektive

„Die Frage ist nicht, ob etwas geht, sondern wie.“

Dieser Satz aus der Ausbildung prägt Caroline bis heute.

„Das hat für mich alles verändert“, sagt sie. „Früher dachte ich: Das geht nicht, weil. Heute frage ich mich: Wie kann es gehen?“

Ich liebe diesen Satz so sehr, weil er keine Garantie gibt, dass immer alles klappt. Aber er öffnet Türen. Er macht neugierig. Er nimmt den Druck raus – und zwar auf allen Seiten.

Dieser Perspektivwechsel half Caroline nicht nur im Training, sondern auch in ihrer persönlichen Haltung. Der gesellschaftliche Druck – dass Hunde „funktionieren“ müssen – fiel von ihr ab.

„Als ich verstanden habe, dass ich selbst die Regeln machen kann und selbst entscheiden darf, wie ich mit meinen Hunden zusammenleben möchte – da wurde alles leichter. Meine Hunde freuen sich, wenn sie mich sehen. Und ich glaube, die beschweren sich höchstens ganz selten, dass sie bei mir sind.“

Carolines Ansatz: Wohlbefinden, Gesundheit und Spaß

In ihrer Arbeit als Hundetrainerin legt Caroline besonderen Wert auf drei Aspekte – und ich finde, die sind Gold wert:

1. Gesundheit sehen

„Mir fällt auf, dass der gesundheitliche Aspekt ganz oft außer Acht gelassen wird“, sagt Caroline. „Hunde werden nicht gesehen. Da die Menschen zu sensibilisieren und an Fachpersonen zu verweisen – das ist mir ein großes Anliegen.“

Das ist übrigens kein Vorwurf an Hundehalter:innen. Die meisten geben ihr Bestes mit dem Wissen, das sie haben. Aber manchmal braucht es jemanden, der:die genauer hinschaut. Der:die sagt: „Hey, das könnte auch Schmerz sein.“

Durch die intensive Blickschulung in der Ausbildung hat Caroline gelernt, Auffälligkeiten im Gangbild und Ausdrucksverhalten zu erkennen – und diese anzusprechen. Auch wenn es manchmal unbequem ist. Gerade dann.

2. Druck rausnehmen

Viele Hundehalter:innen erleben den Alltag mit Hund als Stress. Die Leine zieht, der Hund schnüffelt, man muss weiter, die Zeit drängt, der nächste Termin wartet. Das ist menschlich. Das ist unser Alltag.

Caroline rät: Einfach mal stehen bleiben.

„Sobald man sagt: Bleib doch mal stehen, wenn der Hund schnüffelt – nimmt das sofort den Druck raus. Für den Hund und für den Menschen.“

Klingt simpel? Ist es auch. Und gleichzeitig ist es radikal. Weil es bedeutet: Der Hund darf sein. Der Mensch darf durchatmen. Niemand muss gerade irgendwohin.

3. Spaß bringen

„Ich bin ein großer Fan von Spaß, von gemeinsamem Spaß, von Spielen“, sagt Caroline. „Und das zu vermitteln ist gar nicht so einfach. Die meisten Menschen denken, Training muss hart und anstrengend sein.“

Ich sage: Training darf leicht sein. Training darf Freude machen. Und wenn Caroline mit ihren Spielen ankommt und die Leute erstmal schräg gucken – dann weiß ich: Da passiert gerade etwas Gutes.

Eine Einladung an alle aus dem Kreis Viersen und Umgebung

Caroline arbeitet im Kreis Viersen und Umgebung – also rund um Mönchengladbach, Neuss und Düsseldorf.

Wenn Du jemanden suchst, der:die analytisch und pragmatisch auf Deinen Hund schaut, der:die Spaß ins Training bringt und gleichzeitig die Gesundheit Deines Hundes im Blick hat – dann bist Du bei Caroline richtig.

Eine Sache ist Caroline wichtig: Du solltest Lust haben, mit Deinem Hund gemeinsam zu wachsen. Offen sein für belohnungsbasiertes Training. Nicht, weil strafbasiertes Training „böse“ ist – sondern weil Caroline einen anderen Weg geht. Und der funktioniert am besten, wenn beide Seiten ihn gehen wollen.

Du überlegst selbst, diesen Weg zu gehen? Hundetrainer:in zu werden?

Unser nächster Ausbildungsdurchgang startet bald. Caroline ist für mich einer der schönsten Beweise dafür, dass diese Ausbildung nicht nur Wissen vermittelt – sondern auch die eigene Haltung und das Leben mit den eigenen Hunden nachhaltig verändert. Melde Dich zum Newsletter an oder schreibe uns eine E-Mail und wir sehen Dir die Infos zu, wenn es soweit ist.